Bulletin 4/2022, «Naturwissenschaftliche Präparation»

Naturwissenschaftliche Präparation
Den Hakenschnabel eines Mäusebussards von ganz nah betrachten. Sogar die Zähnchen des ausgestorbenen Urvogels Archaeopteryx zählen. Wir können es dank den naturkundlichen Schaupräparaten in Museen. Auch an Schulen stehen die stillen Modelle bereit für den Unterricht, oder sie zieren private Stuben. Was in «ausgestopften Tieren» wirklich steckt und wer das Wissen und das handwerkliche Können besitzt, sie herzustellen, erfahren Sie in diesem NIKE-Bulletin.
Es ist ein Berufsporträt in vier Teilen. Nach der zoologischen und der geowissenschaftlichen Präparationstätigkeit betrachten wir das letzte grosse Naturalienkabinett der Schweiz im Kloster Einsiedeln und beantworten bildreich die Frage, was ein Tierpräparat zum Zeitzeugen und damit zum Kulturerbe macht.
Naturwissenschaftliche Präparatorin oder Präparator ist kein geschützter Titel. Aufgrund der zu geringen Anzahl an Ausbildungsplätzen fehlt die staatliche Anerkennung. Umso mehr engagiert sich der Verband Naturwissenschaftliche Präparation Schweiz für die Nachwuchsförderung in diesem Kleinberuf. Das Fachwissen zu erhalten, bedeutet auch, immaterielles Kulturerbe weiterzugeben.
Daniel Bernet, Redaktor NIKE-Bulletin